Tom Cruise in Norwegen bei Nobelpreis-Fest

Der Chef des Nobelinstituts: "Wir haben Cruise als berühmten Mann und nicht wegen Scientology verpflichtet."
Tom Cruise: Seine Religion, Scientology, sei Teil Grundes, weshalb er sich stark genug für den Preis fühlte.

Tom Cruise als Nobel-Moderator kritisiert
Oslo/Los Angeles - Die Verpflichtung von Hollywoodstar und Scientology-Anhänger Tom Cruise als Moderator des Osloer Nobelkonzerts für die kenianische Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai ist auf Kritik gestossen.
bert / Quelle: sda / Freitag, 29. Oktober 2004 / 17:40 h
So erklärten norwegische Scientology-Kritiker wie Andreas Heldal-Lund, die Aktivitäten von Cruise für die manipulativ arbeitende Sekte seien nicht mit dem Testament von Alfred Nobel vereinbar. Auf Basis des Testamtents wird auch der Friedensnobelpreis vergeben. Wie die Zeitung VG berichtet, will Cruise trotzdem wie geplant am 11. Dezember zusammen mit der amerikanischen TV-Moderatorin Oprah Winfrey in Oslo auftreten.
Von einem Rückzug ist nie die Rede gewesen, sagte Cruise in Los Angeles. Der Chef des Nobelinstituts, Geir Lundestad, erklärte: Wir haben Cruise als berühmten Mann und nicht wegen Scientology verpflichtet. Bei dem Konzert am Tag nach der Verleihung des Friedensnobelpreises sollen unter anderen Cyndi Lauper, Joss Stone, Patt Labelle und Polyphonic Spree auftreten. Maathai erhielt den Friedensnobelpreis für ihren Einsatz zur Sicherung einer intakten Umwelt sowie für ihre Bemühungen um die Menschenrechte in Kenia. Die Auszeichnung ist mit 10 Millionen schwedischen Kronen (rund 1,7 Millionen Franken) dotiert.